Im Vorjahr 305.000 Beratungen bei der Arbeiterkammer

11.01.18 | 15:42 Uhr

In der Wirtschaft läuft's gut, die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Trotzdem hat die Arbeiterkammer im letzten Jahr alle Hände voll zu tun gehabt. Es hat wieder jede Menge Streit zwischen Firmen und ihren Mitarbeitern zu schlichten gegeben.

850 Mal am Tag hat im vergangenen Jahr das Telefon bei der Arbeiterkammer Oberösterreich geläutet. Insgesamt 305.000 Mal haben Arbeitnehmer um Beratung gebeten. Am häufigsten Hilfe gebraucht haben die Oberösterreicher bei Streit mit ihren Arbeitgebern. Da geht es meistens um zu wenig ausbezahlten Lohn, nicht abgerechnete Überstunden und andere arbeitsrechtliche Probleme. Am häufigsten die Hilfe der Arbeiterkammer in Anspruch genommen haben Beschäftigte im Gastgewerbe, im Handel und in der Metallbranche.

Immer wieder Streit hat es auch über nicht oder zu gering ausbezahlte Abfertigungen gegeben. Mit Sorge sieht die Arbeiterkammer die steigende Zahl von Kündigungen im Krankenstand. Gerade für die besonders häufig davon betroffenen älteren Arbeitnehmer sei das ein schwerer Schicksalsschlag, kritisiert Oberösterreichs AK-Präsident Johann Kalliauer. Er fordert einen verbesserten Kündigungsschutz für Arbeitnehmer im Krankenstad.

Den meisten ihrer Mitglieder hat die Arbeiterkammer im vergangenen Jahr helfen können: Über 70 Millionen Euro haben die AK-Juristen im letzten Jahr für die Arbeitnehmer zurückgeholt. Der geringste Betrag waren dabei 20 Euro, die höchste erstrittene Betrag belief sich auf über 110.000 Euro.